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Galilei-Systeme

Das Galilei-System ist i.d.R. die Einstiegsversorgung sehbehinderter Menschen mit einem Fernrohrsystem. Ein Galilei-System hat in der Regel eine geringe Vergrößerung (1,8 bis ca. 3x) und ist daher als Erstversorgung bestens geeignet, weil das Gesichtsfeld noch relativ groß und die Verwacklung durch leichte Kopfbewegungen sehr gering ist. Sie sind einfach zu handhaben und werden vorzugsweise von älteren sehbehinderten Menschen verwendet, da diese Personen häufig zu der Sehbehinderung noch Probleme mit ihrer Motorik haben.
Das System ist austauschbar, d.h. für Patient / Krankenkasse sind bei einer Folgeversorgung die Kosten minimiert.

Galilei 2.1

Galilei 2.,5

Da nach Versorgung mit einer Fernohrlupe das Sehfeld stark eingeengt ist, das Bild bei geringer Kopfbewegung wackelt und das Sehen nur noch in einer Entfernung möglich ist, sollten folgende Hilfsmittel beachtet werden:

Lesepulte ( sind anerkannte Hilfsmittel und stehen im Hilfsmittelverzeichnis)
Individuell angepasste Beleuchtung ( z.B. verschiedene Farbtemperaturen)

MLVIDI - System


Das MLVIDI ist ein echtes Highlight unter den Galileisystemen.
Es ist optimal geeignet zur Betrachtung von Bildschirmen. Beim Fernsehen wird schon in 2m Abstand der ganze Schirm (ca.80cm) überblickt, was sonst erst bei 3m möglich ist. Durch die Annäherung ergibt sich eine 3-fache Vergrößerung des Netzhautbildes.

Kepler - Systeme


Kepler - Einbausysteme
ermöglichen höhere Vergrößerungen und werden deshalb meist als Folgeversorgung verwendet. Da der Sehbehinderte i.d.R. bereits mit einem Galilei-System umzugehen gelernt hat, sind meist keine Akzeptanzprobleme zu erwarten. Die Systeme sind austauschbar, deshalb ist eine kostengünstige Nachversorgung möglich.

Foto:

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